Stade 2014

Unsere traditionellen Busfahrten

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Auf Traditionsfahrt ins „Alte Land“ - nach Stade vom 12.04. - 13.04.2014

Die Kameraden der Marinekameradschaft Zerbst machten sich am Samstag, den 12.04.2014 gemeinsam mit Angehörigen und weiteren Gästen, mit dem Bus, zu ihrer traditionellen Zweitagesfahrt auf. Ziel der Reise war Stade, eine 45 000 Einwohner zählende Stadt mit einem wunderschönen Altstadtflair in der nähe Hamburgs. Nach einer kurzweiligen Fahrt trafen wir gegen Mittag in Bremervörde ein, wo die Mitarbeiter des Oste Hotels uns freundlichst begrüßten. Nach dem Mittagessen ging es bei herrlichsten Sonnenschein, zwar etwas kühl, aber es ist ja noch April, zu unserem erstem Ziel. Mit unserem Reiseleiter Herr Neumann ging es ins „Alte Land“ zur Baumblüte. Das „Olland“, wie es auf Plattdeutsch heißt, ist ein Obstanbaugebiet an der Niederelbe, wo seit über 150 Jahren auf 10.700 ha Land Äpfel, Kirschen, Birnen u.a. Obst angebaut wird. Während die Kirschblüte bereits im vollem Gange war, und bei diesem Sonnenschein ein wunderschönes Blütenmeer zeigte, begann die Apfelblüte sich zaghaft dem Frühling zu öffnen. Wer nun erwartet hat, man sieht nur riesige Baumblütenfelder, dem muss gesagt werden, dass das „Alte Land“ im Gesamtensemble zu betrachten ist. Reichverzierte Zweiständerhäuser, stehen in den „Marschhufendörfern“, welches eine Siedlungsform mit Reihenhäusern und anschließenden Höfen sind. Wir haben uns besonders in der Gemeinde Jork umgesehen. Hier gibt es sehr viele und prachtvolle Fachwerkhöfe mit reichlich verzierten Prunkpforten, welche vom Reichtum der Besitzer zeugen. Der Besuch des Rathauses – dem Gräfenhof – und das Museum "Altes Land" Westerjork 49 in der Nachbarschaft, war der Höhepunkt. In diesem Museum ist die Geschichte der Region bis ins 13. Jahrhundert zurück zu verfolgen.
Zurück in Stade, begaben wir uns am späten Nachmittag auf eine weitere Entdeckungstour. Mit dem „Fleetkahn“, einem aus dem Spreewald stammenden Kahn, befuhren wir den Burggraben und die Schwinge. Hier wurde nicht „gestakt“, denn der Fleetkahn ist mit einem Elektromotor ausgestattet. Der Kahnführer vermittelte uns auf dieser einstündigen Flussfahrt viel wissenswertes über die Hansestadt Stade und ihrer bewegten über 1000 – jährigen Geschichte. So erfuhren wir einiges über die Geschichte der Überreste der sogenannten „Schwedenschanze“, einer mittelalterlichen Burganlage. Den Abend ließen wir in gemütlicher Runde ausklingen.
Der Sonntag war geprägt von einer 3 – stündigen Fahrt mit dem „Tidenkieker“, einem Flachboot mit nur 50 cm Tiefgang. Bei Ebbe ging es die Schwinge, einem Nebenfluss der Elbe, entlang. Nach erreichen der Elbe fuhren wir zum „Pagensand“. Hierbei handelt es sich um ein Naturschutzgebiet, eine unbewohnte Insel mit fruchtbarer Kultur – und Wiesenlandschaft. Wir nutzten auch die Möglichkeit uns am Strand absetzen zu lassen, um uns selbst von der inzwischen naturbelassenen 6 qkm großen Insel ein Bild zu machen. Unser Reiseführer gab uns während der gesamten Fahrt viele Informationen rund um die Elbe, den Inseln und natürlich zum ehemaligen Naturhafen von Stade.
Nach dem Mittagessen im „Altstadtcafe“ stand der letzte Höhepunkt auf dem Programm. Ein geführter Rundgang durch die prächtige mittelalterliche Altstadt. Bezaubernd sind die malerischen Fachwerkhäuser aus dem 17. Jahrhundert anzusehen und der Ratskeller, im Rathaus von 1667, gehört zu den ältesten Deutschlands. Wir besuchten den Pferdemarkt mit seinem Zeughaus, wandelten in der Fußgängerzone und am Hansehafen. Hier ging dann nicht nur der Rundgang, sondern es gingen auch zwei schöne, sonnige Tage im Norden Deutschlands zu Ende. In einem waren sich alle 39 Mitfahrer einig, es waren erlebnisreiche Tage, und mit vielen neuen Erkenntnissen aus das „Alten Land“ kehrten wir in die Heimat zurück. Der Vorstand der MK bedankt sich bei allen, die am Gelingen der Fahrt beigetragen haben.

Baumblüte Zweiständerhaus Museum Jork Gruppenfoto
Baumblüte im "Alten Land" mit Bauernhöfe im Hintergrund Ein typisches Zweiständerhaus in dieser Region. Hinter diesen Häusern schließen sich riesige Baumplantagen an. Das Museum Altes Land "Westerjork 49".
Als Ortskundiger gab uns Herr Neumnan interessante Informationen zur wechselhaften Geschichte des "Olland".
Aufstellung zum Gruppenfoto vor der Prunkpforte am Museum
Brauttür Museum Fleetkahn Tidekieker
Die Brauttür - aussen ohne Türgriff. Wurde von innen durch die Schwiegermutter geöffnet. Wenn die Braut, mit der Mitgift, willkommen war, wurde sie eingelassen. Eine Besichtigung im Museum war ein Muß. Hier war viel zur Geschichte der ganzen Region an der Niederelbe zu erfahren. Mit dem Fleetkahn erkundigten wir die Wasserstraßen, den Burggraben und die Schwinge. Der Bootsführer entführte uns mit seinen Geschichten ins frühe Mittelalter. Mit dem "Tidenkieker", einem Flachbodenboot, fuhren wir bei Ebbe über die Schwinge zur Elbe.
Tidekieker 2 Pagensand Seehunde Stadtrundgang
Unsere Kapitäne und Reiseführer des "Tidekiekers" gaben uns viele wertvolle Informationen rund um die Elbe und deren Inseln. Eine davon, die "Pagensand-Insel", statteten wir einen Besuch ab.
Dazu wurden wir auf der Insel "ausgesetzt".
Beim Durchfahren der flachen Gewässer begegneten uns diese netten "Kumpel" - die Seehunde beim ausgiebigen Sonnenbaden. Der geführte Stadtrundgang durch die prächtige Stadener Altstadt rundete unsere Zweitagesfahrt ab.